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Fachgruppenveranstaltung zur DIN EN 1090 in Roßwein

Am 30. März 2011 fand die erste Informationsveranstaltung zur DIN EN 1090 als gemeinsame Fachgruppenveranstaltung Stahlbau/Schweißen der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Roßwein statt. Die ausgebuchte Veranstaltung zeigte mit ca. 100 Teilnehmern deutlich das Interesse unserer Betriebe, für die mit dem Wechsel von der DIN 18800-7 zur DIN EN 1090 wichtige Veränderungen bevorstehen. Zahlreiche Betriebe mussten aus Platzgründen auf eine Folgeveran- staltung am 22.6.2011 verwiesen werden.

Die DIN EN 1090 verlangt von allen Metallbaubetrieben, die im bauaufsichtlichen Bereich tätig sind, eine werkseigene Produktionskontrolle, als Grundlage der CE-Zertifizierung. Weiterhin erfolgt diese Zertifizierung nicht nur für den Bereich Schweißen, sondern auch für weitere Bereiche wie z. B. den Korrosionsschutz.
Auch Metallbauer, die bisher im Bereich der Herstellerqualifikation Klasse A nach DIN 18800-7 gearbeitet haben, müssen daher bis zum 01.07.2012 ihre werkseigene Produktions-kontrolle zertifizieren lassen, um normgerecht zu arbeiten. Verkürzt gesprochen: Zukünftig wird für (fast) alle Metallbauer die neue europäische Norm zum Grundgesetz. Darauf reagierten die Landesverbände in Zusammenarbeit mit dem BVM mit einer Informations- und Beratungsinitiative.
Dipl. Ing. Frank Kania vom BVM eröffnete die Veranstaltung  mit einem Vortrag über die Inhalte und Neuerungen der Normenreihe EN 1090. Er stellte  die wichtigsten Begriffe, Verfahren und Definitionen vor und verwies auf die rechtlichen Aspekte zur Vergabe des CE- Zeichens. Anschließend informierte er über die neuen Ausführungsklassen (EXC1 - EXC4). Ausführlich diskutiert (Zwischenfragen waren erwünscht) wurden unter anderem die An-forderungen an die Schweißaufsichts- personen.

Den zweiten Teil des Seminars bestritt Herr Dipl.-Ing. Heiko Wienecke mit dem Thema „Werkseigene Produktionskontrolle (WPK). In seinem Vortrag wurde deutlich, dass die werkseigene Produktionskontrolle weniger dramatisch ist, als es sich anhört. Die Anforderungen lassen sich demnach auf wenige Elemente reduzieren, die wirklich notwendig sind. Am Ende sind das 5-6 Seiten Betriebsbe- schreibung und zwei oder drei Formulare für die Dokumentation, so dass auch Kleinstbetriebe und Ein-Mann-Unternehmen damit umgehen können
Er hat hierzu ein spezielles Musterhandbuch für Kleinbetriebe erarbeitet und den Zuhörern vorgestellt.
Diese Dokumentation dient der Sicherheit am Bau und der Absicherung der Unter- nehmen für den Fall, dass es zu Gewährleistungsproblemen kommt oder am Bau etwas schief geht.

 

 


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letzte Änderung: 05.08.2014