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Arbeitsrecht: Umkleiden im Betrieb gleich Arbeitszeit?
Auf die Anordnung kommt es an

Häufiger Streitpunkt in Betrieben ist die Frage, ob die Umkleidezeiten zur vergütungspflichtigen Arbeitszeit gehören oder nicht. Hier kommt es darauf an, welche arbeitsrechtliche Anordnung der Arbeitgeber getroffen hat. Grundsätzlich gelten Umkleidezeiten, soweit nicht für die Tätigkeit spezielle Schutzkleidung erforderlich ist, nicht zur Arbeitszeit. Anders stellt sich die Sachlage dar, wenn der Arbeitgeber nicht nur das Tragen bestimmter Arbeitskleidung anordnet, sondern seine Mitarbeiter darüber hinaus noch anweist, fass das Umkleiden im Betrieb zu erfolgen hat. Ist das der Fall, muss nach Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 19.09.2012 – 5 AZR 678/11 – die Umkleidezeit als Arbeitszeit vergütet werden. In der Praxis bedeutet das, dass das Umkleiden dann nicht vergütet werden muss, wenn es nach Belieben des Arbeitnehmers irgendwann und irgendwo erfolgen kann.

 

 

 


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letzte Änderung: 16.03.2017