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Auch das leistet die Innung bzw. der Verband

SOKA-BAU Beiträge sparen
SOKA-Bau verlangt 20,1 % der Bruttolohnsumme

Treffen kann es jeden Betrieb im Stahl- und / oder Metallbau: Er bekommt Post von der SOKA-Bau (der Zusammenschluss der Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft (ULAK) und der Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes WaG), die Auskunft über den Tätigkeitsbereich des Betriebes, die Anzahl der Beschäftigten und die gezahlten Löhne verlangt. Innungsmitglieder des deutschen Metallhandwerks können sich beruhigt zurücklehnen, denn sie sind in aller Regel von der Beitragspflicht befreit. Ob hier die Leistungen der Sozialkassen des Baugewerbes von den Betrieben überhaupt in Anspruch genommen werden können, ist dabei unerheblich.

Nicht so für Betriebe, die keiner Metallinnung angehören. Üblicherweise wird diesem Schreiben der SOKA-Bau keine Beachtung geschenkt. Das gilt meist auch für Erinnerungsschreiben. Ein fataler Fehler, wie sich dann herausstellt: Der Betrieb sieht sich mit einer Auskunftsklage der SOKA-Bau auf Erteilung der angefragten Auskünfte sowie der Mitteilung der Lohnsumme der noch nicht verjährten Zeiträume (bis zu vier Jahre vor dem laufenden Jahr) vor dem Arbeitsgericht Wiesbaden konfrontiert, die das  Unternehmen zumeist auch noch verliert.

Dann erfolgen entsprechende Beitragsbescheide, die wegen der weiten Rückwirkung viele Betriebe vor unlösbare finanzielle Probleme stellt. Wie kann das geschehen, da es sich doch nicht um Betriebe des Baugewerbes, sondern des Metall- und Stahlbau handelt, die doch gar nichts mit dem Bau(haupt)gewerbe zu tun haben? – Die SOKA-Bau ist die Sozialkasse des deutschen Baugewerbes, die sowohl von den Gewerkschaften als auch den Bau-Arbeitgeberverbänden getragen wird. Um sich die Einnahmenbasis zu verbreitern, hat man sich die Tarifverträge kurzer Hand für allgemeingültig erklären lassen. Dabei ist im Tarifvertrag über das Sozialkassenverfahren der fachliche Geltungsbereich so weit gefasst worden, dass alle Betriebe erfasst werden, die am Bau tätig sind.

So auch die Betriebe des Stahl- und Metallbaus. Folglich fallen diese Betriebe auch in den Tarifzuständigkeitsbereich der SOKA-Bau und müssen für gewerbliche Arbeitnehmer 20,1 % der Bruttolohnsumme und für Angestellte monatlich zwischen 67,00 und 76,00 Euro an die SOKA-Bau abführen.

Das gilt aber nicht für alle Metallbaubetriebe. Der Bundesverband Metall und die ihm angeschlossenen Landesverbände des Metallhandwerks haben die Aufnahme in die Einschränkungsklausel der Allgemeinverbindlichkeitserklärung erreicht: Sind Metallbaubetriebe in einer Metall-Innung und damit mittelbar auch im Landesinnungsverband Metall Sachsen-Anhalt und m Bundesverband Metall organisiert, unterfallen sie unseren Tarifverträgen. Dann sind sie von der Anwendung der allgemeinverbindlichen Tarifverträge der Bauwirtschaft ausgenommen, brauchen also keine SOKA-Beiträge zu zahlen.

Hier zeigt sich: Innungsmitgliedschaft ist nicht zur Service, Beratung und Wissensvorsprung, sondern zahlt sich auch in barer Münze aus!

Betriebe die eine Mitgliedsbescheinigung benötigen für Ausschreibungen o. ä. können diese in unserer Geschäftsstelle in Magdeburg abrufen (0391-607 68 31).

 


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letzte Änderung: 16.03.2017