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Vergabe von Metall- und Stahlbauarbeiten durch private und öffentliche Auftraggeber unter Berücksichtigung der Herstellerqualifikation
- Ende der Koexistenzperiode seit 01.07.2014

Bei der Auftragsvergabe von tragenden Bauteilen aus Stahl und Aluminium im bauaufsichtlichen Bereich dürfen nach den geltenden Landesbauordnungen ausschließlich Unternehmen beauftragt werden, die über die vorgeschriebenen Qualitätsnachweise verfügen. Der bauaufsichtliche Bereich umfasst alle tragenden und sichernden Bauprodukte. Das gilt für Treppen und Geländer genauso wie für Stahlkonstruktionen ,- hallen und Ingenieurbauwerke. Daher werden an die ausführenden Unternehmen besondere Anforderungen hinsichtlich der Betriebseinrichtung und des erforderlichen Personals gestellt. Bisher war als nationale Norm DIN 18800-7 „Stahlbauten – Ausführung und Herstellerqualifikation“ zu beachten.

Seit dem 01.07.2014 gilt allein die DIN EN 1090 Ausführung von Stahltragwerken und Aluminiumragwerken.

Sowohl für Arbeiten für private Auftraggeber als auch für die öffentliche Hand gelten bei der Auftragsvergabe diese einschlägigen Anforderungen der Landesbauordnung, der Regelwerke und Verordnungen gleichermaßen. Es wird erwartet, dass der Auftraggeber vor einer Auftragsvergabe gewissenhaft und verbindlich prüft, ob ein Unternehmen tatsächlich rechtskonform und den technischen Normen entsprechend arbeitet.
Anlässlich des Endes der Koexistenzperiode werden die vergebenen Stellen, insbesondere der Kommunen, auf die verpflichtende Beachtung der Zertifizierung nach der DIN EN 1090 hingewiesen, so dass sie diese im Rahmen der Auftragserteilung einfordern und bei der Realisierung kontrollieren werden. Insbesondere kann sich der Auftraggeber von seiner gesetzlichen Prüfpflicht vor Vergabe nicht dadurch entziehen, das der Dritte, wie etwa Architekten- und Ingenieurbüros, beauftragt.

 


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letzte Änderung: 16.03.2017