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Herbst-Obermeisterversammlung
Landesinnungsverband Metall tagte am 29. Oktober 2014 in Halle/Saale

Unsere Herbst-Obermeistertagung fand in der Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt Halle/S. statt.

Vor dem offiziellen Beginn wurden wir von der Geschäftsführung  der SLV begrüßt.
Herr Prof. Dr. Keitel, Geschäftsführer der SLV Halle, empfing uns herzlich und hielt vor den Tagungsteilnehmern ein kleines Grußwort.
Herr Dipl.-Ing. Axel Börnert, Marketingleiter der SLV, gab uns im Anschluss einen Einblick in Historie- und Entwicklung der Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt. Danach stand eine Besichtigung der SLV auf dem Programm.

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Landesinnungsmeister Eckhard Henschel begrüßte anschließend die Teilnehmer und Gäste der Obermeisterversammlung. Die Tagesordnung wurde bestätigt.

Zu Beginn der Tagung gedachten alle Anwesenden in einer Gedenkminute des am
01. August 2014 tödlich verunglückten Obermeisters der Metallbauinnung Bördekreis,

Metallbauermeister Jens Fritzke

und würdigten seine Verdienste.
 

Vorstellung der Ampere AG

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Nächster Tagesordnungspunkt war der Vortrag von Frau Julia Hillebrand, Leiterin Marketing der Ampere AG. Das Unternehmen ist ein Energiemakler, der für seine Kunden den besten Strompreis sucht und anbietet.

FIRMENPORTRAIT AMPERE AG
Kooperation starten und Energiekosten aller Mitglieder senken? Die bestmöglichen Energiepreise und eine erstklassige Servicequalität für alle Kunden zu sichern, ist das Ziel der Ampere AG. Zu den Kernkompetenzen des deutschlandweit führenden Energiedienstleisters gehören vor allem tiefgreifende Marktkenntnisse sowie ein umfassendes Verhandlungs-Know-how. Die Ampere AG vertritt bundesweit über 15.000 Strom- und Erdgaskunden mit einer Energienachfrage von mehr als 4 Milliarden Kilowattstunden jährlich. Am Firmensitz in Berlin beschäftigt sie derzeit rund 50 Mitarbeiter.
Die Ampere AG wurde zeitgleich zur Liberalisierung des deutschen Strommarktes 1998 in
Berlin gegründet. Damals wie heute ist das Ziel, die Energiepreise, entgegen den allgemeinen
Marktentwicklungen, effektiv zu senken. Dazu fasst die Ampere AG die Energienachfrage ihrer über 15.000 Kunden zu strukturell ausgewogenen Pools zusammen und nimmt anschließend Preisverhandlungen mit seriösen und leistungsfähigen Energieversorgern auf. Dank der großen Gesamtabnahmemengen und des Verhandlungsgeschicks des Energie-Brokers ergeben sich so attraktive Sonderpreise für die Kunden.
Ein weiterer Kundenvorteil liegt in der Entlastung der eigenen Verwaltung durch die Serviceleistungen der Ampere AG, denn der Berliner Energie-Broker übernimmt nicht nur die zeitaufwendige Suche nach den besten Angeboten und den Wechsel zum neuen Anbieter, sondern auch sämtlichen bürokratischen Aufwand.
Hierzu zählen unter anderem die Prüfung der Energierechnungen der Kunden, sowie die Einhaltung von Vertragsfristen und Lastganganalysen. Den Kunden der Ampere AG bleibt daher mehr Zeit für das eigentliche Kerngeschäft.
Aufgrund der rein erfolgsabhängigen Vergütung besteht für interessierte Unternehmen überdies kein Kostenrisiko. Erst wenn eine tatsächliche Energiekosteneinsparung durch den Energie-Dienstleister realisiert worden ist, wird ein Honorar (in Höhe von 25% der Ersparnis) in Rechnung gestellt.
Die Berater der Ampere AG stehen Ihnen sowohl telefonisch, als auch vor Ort zur Verfügung und beraten Sie gern zu allen zentralen Fragen rund um das Thema Energiekostensenkung.
Für Unternehmen mit hohen Energieverbräuchen (über 100.000 Kilowattstunden jährlich) hält die Ampere AG spezielle Großkunden-Angebote bereit. Neben der Ausarbeitung von individuellen Bezugsstrategien zählen hierzu auch die Bereitstellung von Energie-Managementsystemen nach DIN EN ISO 50001 und die Begleitung der Unternehmen beim Zertifzierungsprozess.

Nach dem Vortrag wurde mit den Obermeistern abgestimmt, ob ein Kooperationsvertrag abgeschlossen werden soll. Die Obermeister stimmten der Kooperationsvereinbarung zu.
Es bestehen keine finanziellen Risiken für die Betriebe, aber man kann dadurch Betriebskosten senken. Interessierte Betriebe können sich direkt an die Ampere AG wenden.

Kontaktdaten:
Ampere AG
Frau Julia Hillebrand
Charlottenstraße 4
10969 Berlin
T: 030- 28 39 33- 0
F: 030- 28 39 33- 11

Informationen zur DIN EN 1090

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Landesinnungsmeister Henschel begrüßte Herrn Dipl.-Ing.Tino Gurschke, Leiter der DVS ZERT in Halle und bedankte sich für die spontane Zusage zu unserer Obermeistertagung.

Ein paar einleitende Worte von Herrn Gurschke, die den einen oder anderen erinnerten bzw. wachrüttelten: Diese Norm beschäftigt uns seit ca. 3 Jahren und bei vielen Zusammenkünften haben wir nicht versäumt, alle Kollegen darüber zu informieren. Nun ist es soweit, und seit 01. Juli 2014 gilt nur noch die DIN EN 1090 bei der Vergabe von Metall- und Stahlbauarbeiten.

Bei der Auftragsvergabe von tragenden Bauteilen aus Stahl und Aluminium im bauaufsichtlichen Bereich dürfen nach den geltenden Landesbauordnungen ausschließlich Unternehmen beauftragt werden, die über die vorgeschriebenen Qualitätsnachweise verfügen. Der bauaufsichtliche Bereich umfasst alle tragenden und sichernden Bauprodukte. Das gilt für Treppen und Geländer genauso wie für Stahlkonstruktionen, -hallen und Ingenieurbauwerke. Daher werden an die ausführenden Unternehmen besondere Anforderungen hinsichtlich der Betriebseinrichtung und des erforderlichen Personals gestellt. Bisher war als nationale Norm DIN 18800-7 „Stahlbauten – Ausführung und Herstellerqualifikation“ zu beachten.

Zahlreiche Informationen wurden den Obermeistern vorgetragen, die im Alltag umzusetzen sind.

Der Bundesverband Metall - Qualitätsclub 2020

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Herr Erwin Kostyra, Präsident des Bundesverbandes Metall, bedankte sich für die Einladung und gab mit einem Power-Point-Vortrag einen Einblick in Organisation-, Aufstellung- und Arbeit des Bundesverbandes Metall. Der Vortrag kann per E-Mail in unserer Geschäftsstelle abgerufen werden.
Deutlich kam hervor, dass der 4-Säulen-Ausbau stetig voran geht und natürlich, wie 2009 angekündigt, ein höheres Beitragsvolumen in Anspruch nimmt. Der Präsident ging somit auf die letzte, auf der Herbst-Mitgliederversammlung des BVM beschlossene Beitragserhöhung von 7,00 €/Betrieb, ein. Der eingeschlagene Kurs ist konsequent einzuhalten und nicht mehr zu drosseln.

Dies ist auch gleich der Übergang zu unserem nächsten Tagesordnungspunkt.

Finanzielle Situation des Verbandes und der Beschluss zur angedachten Beitragserhöhung in 2016

Landesinnungsmeister Henschel erinnerte daran: schon 2009 erläuterte uns der ehemalige Präsident des Bundesverbandes Metall, Peter Mader, der Gast unserer Obermeistertagung in Bad Frankenhausen war, dass die neue Struktur unseres Bundesverbandes ohne Beitragserhöhung nicht zu finanzieren ist. Damals führten wir eine Beitragserhöung von 60,00 € durch. Die Umstrukturierung des Bundesverbandes zum Qualitätsclub 2020, wird voll und ganz vom Präsidium des BVM unterstützt, kostet aber, wie aus dem Vortrag von Erwin Kostyra hervorgeht, schon mehr als angedacht. Unser Vorstand hat in den letzten Jahren, wie wir bereits zu den Obermeistertagungen berichteten, einen Anteil der Beitragszahlungen zurück gehalten, um die Aufblähung des BVM zu verhindern. Auch intensive Bemühungen, gemeinsam mit unseren sächsischen Kollegen, konnten die mehrheitlichen Abstimmungen auf Bundesebene nicht beeinflussen. Anfang 2014 wurden wir letztmalig aufgefordert, die Restsumme von 14.400 € aus den Jahren 2011 bis 2013 zu begleichen, sonst würde man die offenen Beiträge per Mahnverfahren einziehen. Um ein Mahnverfahren zu vermeiden, haben wir die offenen Posten beglichen. Da wir auch in Zukunft die vollen Beiträge an den BVM zahlen müssen, ist eine Beitragserhöhung zwingend nötig.  Weitere Einsparpotentiale im Verbandshaushalt sind nicht vorhanden.

Einige Obermeister meldeten sich zu Wort und gaben zu bedenken, dass es erhebliche Finanzierungsschwierigkeiten in ihren Innungen geben würde und so mancher Betrieb sich diese Erhöhung nicht leisten könne.

Der Landesinnungsmeister betont nochmals, dass es leider keine andere Lösung gibt. Die einzige Möglichkeit wäre der Austritt aus dem BVM, dies würde uns aber den Schutz vor der SOKA-Bau kosten. Dieses Risiko dürfen wir derzeitig nicht eingehen.
Damit sich jede Innung auf die Beitragserhöhung einstellen kann, ergeht von der Mitgliederversammlung folgender
Beschluss:
Zum 01.01.2016 findet eine Beitragserhöhung von 40,00 € je Mitglied statt, so dass der Grundbeitrag 2016 bei 300,00 € je Mitglied liegt.

Ergebnis:    angenommen lt. Antrag  11  Stimmen
                   Antrag abgelehnt           3  Stimmen
                   Stimmenthaltungen        1  Stimme
 

Satzungsgemäße Vorstandswahlen

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Im Vorfeld wurden die Obermeister informiert, dass zur jetzigen Herbsttagung satzungsgemäße Wahlen anstehen. Es wurde um Wahlvorschläge gebeten und um neue Kandidaten ersucht. Wahlvorschläge wurden nicht unterbreitet und neue Kollegen waren nicht bereit, zu kandidieren.
Deshalb stellten sich die bisherigen Vorstandsmitglieder, einschließlich Landesinnungsmeister, für eine Wiederwahl zur Verfügung. Alle Kandidaten erhielten das volle Vertrauen der stimmberechtigten Innungsvertreter, so dass nach den satzungsgemäß durchgeführten Wahlgängen folgendes Wahlergebnis verkündet wurde.

Der neu gewählte Vorstand:

Landesinnungsmeister: Herr Eckhard Henschel,
Straße des Friedens 19, 39249 Tornitz

stellvertr. Landesinnungsmeister: Herr Rolf Samtleben,
Wolfensteinstraße 3, 06114 Halle (Saale)

Schatzmeister: Herr Ulf Trebst,
Am Mühlfeld 1, 06766 Wolfen

Vorstand: Herr Günter Schildhauer,
Fleischerstraße 9, 06886 Luth. Wittenberg

Vorstand: Herr Andreas Behnke
Rabenweg 7, 39110 Magdeburg

Nach anschließendem Informationsaustausch beendete der Landesinnungsmeister die Versammlung und wünschte allen Teilnehmern eine gute Heimfahrt.

 


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letzte Änderung: 16.03.2017