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Die neue Betriebssicherheitsverordnung 2015

Zum 01.06.2015 tritt die neue Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) - oder wie sie im Amtsdeutsch heißt: "Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Verwendung von Arbeitsmitteln" - in Kraft. Notwendig wurde dies, da es in der noch gültigen BetrSichV 2002 erhebliche fachliche und rechtliche Mängel gibt und eine konkrete Ausrichtung auf das tatsächliche Unfallgeschehen gewünscht wurde.

Für die einzelnen Betriebe soll die Neustrukturierung weiterhin zu einem Abbau der Standard- und Bürokratiekosten führen. Ob das so sein wird, wird sich im Nachgang jedoch dann noch zeigen müssen. Klar ist jedoch, dass es erhebliche Änderungen gegeben hat. Die Gefährdungsbeurteilung wird in der BetrSichV 2015 noch weiter aufgewertet. So sind jetzt auch das Alter der Mitarbeiter und die ergonomische Gestaltung der Arbeitsmittel mit zu berücksichtigen. Weiter sind die Arbeitsabläufe und Arbeitszeiten in die Gefährdungsbeurteilung aufzunehmen. Ähnliches gilt für die Instandhaltung. So ist vor jeder Instandhaltungsmaßnahme eine Gefährdungs-beurteilung durchzuführen und entsprechende Schutzmaßnahmen sind festzulegen.

Es gibt aber auch Erleichterungen wie bspw. bei Arbeitsmitteln, deren Sicherheit von Montagebedingungen abhängen. Hier ist eine zusätzliche Prüfung nicht mehr notwendig, wenn diese im Rahmen eines Konformitätsbewertungsverfahrens bereits durch den Hersteller erfolgte. Abschließend lässt sich wohl sagen, dass die grundlegenden Vorgaben für Arbeitsmittel und überwachungsbedürftige Einrichtungen vereinheitlicht, Doppelprüfungen vermindert und die Eigenverantwortung der Arbeitgeber erhöht wurden.

 


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letzte Änderung: 16.03.2017