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SOKA Bau – neue Herausforderungen

Treffen kann es jeden Betrieb im Stahl- und / oder Metallbau: Er bekommt Post von der SOKA-Bau, die Auskunft über den Tätigkeitsbereich des Betriebes, die Anzahl der Beschäftigten und die gezahlten Löhne verlangt. Innungsmitglieder des deutschen Metallhandwerks können sich beruhigt zurücklehnen, denn sie sind in der Regel von der Beitragspflicht (rund 20% der Jahresbruttolohnsumme) befreit. Wichtig hierbei – nicht ignorieren, sondern die Anfrage an die Geschäftsstelle des Landesinnungsverbandes Metall Sachsen-Anhalt weiterleiten.
Betriebe einer Metallinnung und damit mittelbar auch im Landesinnungsverband Metall Sachsen-Anhalt und im Bundesverband Metall unterliegen den Tarifverträgen des Metallhandwerks. Damit sind sie durch die sogenannte „Große Einschränkungsklausel“ von der Anwendung der allgemeinverbindlichen Tarifverträge der Bauwirtschaft ausgenommen, brauchen also keine SOKA-Beiträge zu zahlen.
Dieser Schutz ist jedoch nicht selbstverständlich. Jedes Jahr gehen in unserer Geschäftsstelle Anfragen der SOKA-Bau nach Mitgliedschaft unterschiedlicher Unternehmen in unseren Innungen ein. Hier engagiert sich unser Verband regelmäßig und mit zunehmendem Aufwand für die Mitglieder der regionalen Innungen.

Aus gegebenen Anlass möchten wir darauf hinweisen, dass seit 01.04.2015 eine Neuerung im Tarifvertrag der SOKA Bau in Kraft getreten ist. Danach sind von der Beitragspflicht zur Sozialkasse der Bauwirtschaft nun auch Alleinmeister (Solo-Selbständige) betroffen.

Berufsbildungsverfahren: Beiträge für Solo-Selbständige

Bisher wird das Berufsbildungsverfahren ausschließlich über die Beiträge der Arbeitgeber finanziert, die gewerbliche Arbeitnehmer beschäftigen. Die Höhe der Beiträge orientiert sich dabei an der Bruttolohnsumme der gewerblichen Arbeitnehmer. Baubetriebe, die keine gewerblichen Arbeitnehmer (Solo-Selbständige) beschäftigen, aber zukünftig auch von gut ausgebildeten Fachkräften profitieren, waren bisher an der Finanzierung nicht beteiligt.
Daher haben die Tarifvertragsparteien der Bauwirtschaft beschlossen, diese Solo-Selbständigen zukünftig an der branchenweiten Finanzierung der Berufsausbildung zu beteiligen. Mit Wirkung zum 01.04.2015 werden daher auch diese Betriebe mit einem jährlichen Festbeitrag von 900,00 € zur Finanzierung herangezogen. Die erstmalige Erhebung erfolgt im Jahr 2015 für den Zeitraum April bis September in Höhe von 450,00 €. Der Beitrag ist bis zum 20.11.2015 zu zahlen.
Für Betriebe mit einem wechselnden Arbeitnehmerbestand prüft SOKA-Bau zum jeweiligen Fälligkeitstag, ob der aus der Bruttolohnsumme zu berechnende Beitragsanteil zur Berufsbildung mindestens 900,00 € pro Jahr beträgt. Ist dies nicht der Fall, wird der entsprechende Differenzbetrag angefordert.
Alle betroffenen Betriebe werden rechtzeitig über ihre Beitragsverpflichtung informiert und zur Zahlung aufgefordert.

 

 


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letzte Änderung: 16.03.2017