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MEDIENINFORMATION
aus der Metallinnung Lutherstadt Wittenberg
Ein Erinnerungsmal für die Aktion „Schwerter zu Pflugscharen“

Künstler Michael Krenz setzt sich mit einem Entwurf in einem Kunstwettbewerb durch – Realisierung bis März 2017

Eine freistehende Skulptur in zeitgenössischer Formensprache wird zukünftig im Lutherhof  in Wittenberg an die Schmiedeaktion „Schwerter zu Pflugscharen“ erinnern. Entworfen hat sie der Künstler Michael Krenz aus Halle, der sich in einem Kunstwettbewerb als Sieger durchgesetzt hatte. Die Skulptur wird aus einer Cortenstahl- Platte bestehen, in die 27 Formen gestanzt sind. Bei genauer Betrachtung sind die Formen als Umrisse von Werkzeugen und Ausrüstungs- gegenständen einer Schmiede zu erkennen. Auch ein Schwert im Maßstab 1:1 ist zu sehen.

Skulptur„Michael Krenz zeigt die Werkzeuge des Schmiedes als scherenschnittartige Negativ- formen. Als ‚Leerstellen‘ verweisen sie darauf, dass es in der DDR verboten war, das Emblem der Friedensbewegung Schwerter zu Pflugscharen zu zeigen.

Diese Leerformen wirken wie Relikte aus der Vergangenheit und animieren den Betrachter zugleich, sie in Gedanken zu einem sinnvollen Ganzen zusammen- zufügen“, schreibt die Jury in ihrem Votum.

Der Wettbewerb wurde von der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt gemeinsam mit der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle ausgelobt. Der Wettbewerb und die Realisierung des Denkmals werden vom Lions Club Wittenberg und weiteren Lions Clubs aus ganz Deutschland finanziert. Die Realisierung wird bis März 2017 erfolgen.

Am 24. September 1983 fand im Lutherhof in Wittenberg auf Initiative von Friedrich Schorlemmer die Schmiedeaktion „Schwerter zu Pflugscharen“ statt.
Als Teil der Friedensbewegung in der DDR ist diese Aktion ein zeitgeschichtliches Ereignis. Vor allem seine mediale Rezeption und ikonische Präsenz lassen die Aktion über Wittenberg hinaus zu einer wirkmächtigen Etappe des Weges zur Friedlichen Revolution werden.

 

 


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letzte Änderung: 16.03.2017