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Aktive Marktüberwachung von Bauprodukten

Die Durchführung der Marktüberwachung für europäisch harmonisierte Bauprodukte, das können z.B. tragende Stahl- oder Aluminiumelemente nach DIN EN 1090-1, Tore nach DIN EN 13241, Fassaden nach DIN EN 13830 oder Türen und Fenster nach DIN EN 14351-1/2 sein, erfolgt über die Marktüberwachungsbehörden der einzelnen Bundesländer. Um eine bundesweit einheitliche Vorgehensweise und Effizienz dieser Behörden sicher zu stellen, wird deren Handeln im Bereich „Überwachung von Bauprodukten“ unter dem Dach des DIBt abgestimmt.
Bauwerke und in Bauwerke eingesetzte Bauprodukte müssen ihre Funktion dauerhaft erfüllen, um die Sicherheit eines Bauwerks zu gewährleisten. Eine ordnungsgemäße Herstellung des Produkts sowie die Richtigkeit der vom Hersteller deklarierten Produkteigenschaften, die mit der CE-Kennzeichnung anzugeben sind, sind dafür erforderlich. Das wird durch die staatliche Überwachung des Marktes kontrolliert.
Diese Behörden kontrollieren stichprobenartig in angemessenem Umfang die Merkmale von Produkten durch Überprüfung der Produktunterlagen, Inspektionen der Werkstätten, Besuch von Ausstellungen, Internetrecherchen und Laboruntersuchungen.
Die Hersteller sind verpflichtet, der Marktaufsicht alle Unterlagen wie z.B. Konstruktionsunterlagen für eine Prüfung zur Verfügung zu stellen. Die Inspekteure sind befugt, die Räumlichkeiten der Hersteller zu betreten und, falls nötig und gerechtfertigt, Produktmuster zu entnehmen und sicher zu stellen.
Die Marktüberwachung setzt grundsätzlich auf die Kooperation mit den Herstellern von Bauprodukten. Sie verfügt jedoch über die Befugnis, mangelhafte Produkte bzw. Produkte, die nicht mit harmonisierten Normen konform sind, vom Markt zu nehmen oder das Inverkehrbringen zu verhindern.
Produkte, die eine Gefahr darstellen, können vernichtet oder unbrauchbar gemacht werden.
Weichen Hersteller beim Inverkehrbringen von Bauprodukten, die einer europäischen harmonisierten Norm unterliegen, von den geltenden Anforderungen ab, löst das einen Gebührentatbestand aus. Die Höhe der Gebühr wird nach dem erforderlichen Verwaltungsaufwand bemessen.
Metallbaubetriebe sollten gerade bei öffentlichen Präsentationen ihrer Bauprodukte, das können z.B. Wintergärten, Terrassenüberdachungen, Carports, Stahlhallen, Stahlstützen, Tore, Fenster und Fassadenelementen sein, auf die vollständige Deklarierung der Eigenschaften ihrer Produkte bei der CE-Kennzeichnung achten. Bei Überprüfungen durch eine Marktüberwachungsbehörde im Rahmen eines Messebesuchs oder bei einem „Tag der offenen Tür“ eines Herstellers werden häufig Fehler in diesem Bereich aufgedeckt.

Ansprechpartner beim Bundesverband Metall:
Norbert Finke
Technischer Berater
Ö.b.u.v. Sachverständiger für das Metallbauerhandwerk
Telefon: 0201- 8961932
E-Mail: finke.wbg@metallhandwerk.de

 

 


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letzte Änderung: 27.10.2017