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Ausbildung: Änderungen zur Berichtsheftführung: Digital oder Handschriftlich

Ab dem 1. Oktober 2017 müssen Betrieb und Lehrling im Ausbildungsvertrag festlegen, wie das Berichtsheft geführt werden soll – handschriftlich oder digital. Der erweiterte § 13 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) ermöglicht nun auch offiziell den elektronischen Ausbildungsnachweis.  Ausbildungsbetriebe sollten darauf achten, dass sie die aktuellen Musterausbildungsverträge der zuständigen Kammer nutzen. Bereits laufende und bis 30. September 2017 abgeschlossene Verträge müssen nicht geändert werden.

Ansonsten bringt das vor kurzem in Kraft getretene „Gesetz zum Abbau verzichtbarer Anordnungen der Schriftform im Verwaltungsrecht des Bundes“ nur marginale Änderungen mit sich.

Statt alle Ausbildungsordnungen ändern zu müssen, hat der Gesetzgeber der Einfachheit halber einige Formulierungen ins BBiG und in die Handwerksordnung aufgenommen. Ein neuer Passus im § 14 des BBiG: „Ausbildende haben Auszubildende zum Führen des Ausbildungsnachweises nach § 13 Satz 2 Nummer 7 anzuhalten und diesen regelmäßig durchzusehen. Dem Auszubildenden ist Gelegenheit zu geben, den Ausbildungsnachweis am Arbeitsplatz zu führen.“

Auch den § 43 des BBiG hat der Gesetzgeber überarbeitet. Laut Absatz 1 Nummer 2 ist zur Abschlussprüfung zuzulassen, „wer an vorgeschriebenen Zwischenprüfungen teilgenommen sowie einen vom Ausbilder und Auszubildenden abgezeichneten Ausbildungsnachweis geführt hat".
 


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letzte Änderung: 27.10.2017